CNTR Tech Trend Lab 2026
Das jährliche CNTR Tech Trend Lab fand am 7. und 8. Mai am PRIF in Frankfurt statt. Der Workshop umfasste vier Panels, die sich mit den aktuellen Chancen und Herausforderungen im Bereich der Verifikation beschäftigten.
Auf dem ersten Panel, Emerging Disruptive Technologies for Verification – Chances and Pitfalls, präsentierten OTL Jochen Kull vom Verifikationszentrum der Bundeswehr, Dr. Thomas Reinhold von der CNTR-Forschungsgruppe „Emerging Disruptive Technologies“ und Dr. Sarah McKee von der CNTR-Forschungsgruppe „Science for Nuclear Diplomacy“. Die Moderation hatte Dr. Niklas Schörnig, Leiter der Forschungsgruppe „Emerging Disruptive Technologies“, inne. Von Satelliten bis hin zu KI-Modellen diskutierten die Panelist*innen, wie neue Technologien für Verifikationszwecke genutzt werden können und welche politischen sowie technischen Rahmenbedingungen deren Einsatz einschränken.
Das zweite Panel mit dem Titel The Future of Verification Regimes befasste sich mit den politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die Verifikationsregime in den kommenden Jahren prägen könnten. Vor dem Hintergrund erneuter geopolitischer Spannungen diskutierte das Panel über künftige Ziele der Verifikation, die Rolle von Vertrauen sowie die Frage, ob und wie nichtstaatliche Akteure eine stärkere Rolle spielen könnten. Am Panel nahmen Prof. Dr. Christopher Daase, Co-Sprecher von CNTR, Prof. Owen Greene von der University of Bradford, Dr. Robin Möser von der CNTR-Forschungsgruppe „Science for Nuclear Diplomacy“ sowie Dr. Sara Al-Sayed von der Union of Concerned Scientists teil. Dr. Leonardo Bandarra von der Universität Duisburg-Essen moderierte das Panel.
Das dritte Panel, Physics for Verification, bot Einblicke, wie aktuelle Errungenschaften der Physikforschung für die Verifikation genutzt werden können. Dr. Yan-Jie Schnellbach und Dr. Luis Pazos Clemens, beide aus der CNTR-Forschungsgruppe „Science for Nuclear Diplomacy“, stellten ihre Arbeiten zu neuartigen Methoden der Strahlungsdetektion und -überwachung vor. Prof. Dr. Markus Gräfe von der Technischen Universität Darmstadt legte den Schwerpunkt auf neue Anwendungen der Quantenphysik. Weitere Teilnehmer des Panels waren Prof. Dr. Moritz Kütt von der Universität Hamburg als Diskutant und Prof. Dr. Malte Göttsche, Co-Sprecher von CNTR und Leiter der Forschungsgruppe „Science for Nuclear Diplomacy“, als Moderator.
Das vierte und letzte Panel mit dem Titel Verification in the Chemical and Biological Field bot Einblicke aus Forschung und Praxis zu Verifikationsfragen in den Bereichen Chemie und Biologie: von politischen Rahmenbedingungen bis hin zu Fragen der Erkennung und Attribution genetisch veränderter Sequenzen. KI-Anwendungen sowohl in der Biologie als auch in der Chemie bergen neue Risiken und erfordern neue Ansätze für Sicherheitsvorkehrungen und Screening. Die Referent*innen waren Katharina Lack vom Auswärtigen Amt, Prof. Dr. Roman Wölfel vom Bundeswehr-Institut für Mikrobiologie, Dr. Kadri Reis und Dr. Philip Gasse, beide aus der CNTR-Forschungsgruppe „Chemie- und Biowaffenkontrolle“, sowie Dr. Miranda Smith vom Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI). Die Moderation hatte Dr. Una Jakob, Leiterin der CNTR-Forschungsgruppe „Chemie- und Biowaffenkontrolle“, inne.