Publikation

KI im geopolitischen Innovationswettlauf

CNTR Monitor 2025 - Fokus: Künstliche Intelligenz

China, die USA und die EU betrachten künstliche Intelligenz als Teil des globalen Wettbewerbs, oft als „KI-Wettrüsten“ bezeichnet. Diese Metapher stellt KI als Nullsummenkonflikt um technologische Vorherrschaft dar, wobei die Gewinner wirtschaftliche, politische und strategische Vorteile über ihre Gegner erringen. Wir argumentieren, dass das Framing als Wettrüsten irreführend ist. Denn KI-Entwicklung kann auch ein Positivsummenspiel sein, verbindet nationale Innovation mit transnationaler Zusammenarbeit, dient wirtschaftlichen, statusbezogenen sowie Sicherheitszielen und hat sowohl zivile als auch militärische Anwendungen. Stattdessen schlagen wir das Konzept eines geopolitischen Innovationswettlaufs vor: Wettbewerb um technologische Vorherrschaft bei gleichzeitiger Zusammenarbeit, zwischen Netzwerken von Firmen, Staaten und Forschungseinrichtungen.

Bibliographische Angaben

Diehl, C., Reuter, C. & Schmid, S. (2025). KI im geopolitischen Innovationswettlauf. In: Göttsche, M.; Reis, K. & Daase, C. (Hrsg.). Neue Realitäten in der globalen Sicherheit durch KI. CNTR Monitor – Technologie und Rüstungskontrolle 2025. PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung

Autor*innen

Dr. Stefka Schmid, Prof. Dr. Dr. Christian Reuter & Carlo Diehl

Open Access Publikation

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