Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat früh die Frage aufgeworfen, ob sich die geopolitischen Spannungen zwischen dem „Westen“, Russland und China nicht längst zu einem neuen Kalten Krieg verdichtet haben. Gewiss, die globalen Rahmenbedingungen sind andere als vor 1989/91. Die Welt ist nicht mehr in zwei Blöcke geteilt, sondern multipolar und enger verflochten als je zuvor. Und doch zeigen sich Konfliktkonstellationen, die Erinnerungen an den Ost-West-Konflikt wachrufen: Das Vertrauen in die Rationalität und Berechenbarkeit der anderen Seite ist gering, das nukleare Bedrohungspotenzial steigt, die Zeichen der Zeit stehen auf Aufrüstung statt Rüstungskontrolle. Wie real ist die Sorge, dass die NATO selbst zur Kriegspartei wird? Besteht die Gefahr einer nuklearen Eskalation? Welche Strategien des sicherheitspolitischen Risikomanagements erscheinen erfolgversprechend? Und welche Rolle können deutsche Politik und Wissenschaft dabei spielen?
Bei der Veranstaltung im Rahmen des von der Leibniz-Gemeinschaft geförderten Projektes „PATTERN – Welche Rolle spielt die Vergangenheit? Der russische Aggressionskrieg gegen die Ukraine und der Kalte Krieg“ des PRIF und des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) diskutieren:
- Merle Spellerberg, MdB (hybrid), Mitglied im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, Bündnis 90/Die Grünen
- Michael Gahler, MEP, Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, Mitglied der Fraktion der Europäischen Volkspartei (CDU)
- Christoph von Lieven (Greenpeace), Kampaigner & Experte für Frieden und Abrüstung
- Prof. Dr. Malte Göttsche (PRIF/TU Darmstadt), CNTR's Co-Sprecher und Forschungsgruppenleiter Science for Nuclear Diplomacy
Moderation: Dr. Agnes von Bressensdorf (IfZ), Stellvertretende Leiterin der Forschungsabteilung, Institut für Zeitgeschichte, München
Die öffentliche Podiumsdiskussion wird auch im Livestream übertragen und findet als teil der PATTERN Fachkonferenz (nur auf Einladung) statt. Das gesamte Programm finden Sie hier.