CNTR Monitor 2025: Neue Realitäten in der globalen Sicherheit durch KI

Der CNTR Monitor untersucht den Boom der künstlichen Intelligenz und ihre Auswirkungen auf die globale Sicherheit. Open Access

Cluster Natur- und Technikwissenschaftliche Rüstungskontrollforschung

Wir erforschen Neue Technologien und Entwicklungen in den Naturwissenschaften aus interdisziplinärer Perspektive. Rüstungstechnische Innovationen, digitale Kriegsführung und Desinformation beeinflussen die Machtverhältnisse und sorgen für Unsicherheit. Um auf internationaler Ebene Rüstungskontrollimpulse zu setzen, ist es nicht nur wichtig, frühzeitig aufkommende Probleme zu identifizieren, sondern auch die technische Kompetenz zu besitzen. Deshalb ermitteln wir wissenschaftlich fundierte Grundlagen für Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Rüstungskontrolle.

Im Forschungs- und Transfercluster CNTR arbeiten daher Forschende der Natur- und Sozialwissenschaften eng zusammen. Wir sind am PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung, an der Technischen Universität Darmstadt und an der Justus-Liebig-Universität Gießen angesiedelt.

CNTR ist in drei Forschungsgruppen organisiert: 

Die drei Gruppen arbeiten gemeinsam an den Querschnittsthemen künstliche Intelligenz und Verifikation. Die natur- und technikwissenschaftliche Forschung wird durch den Forschungsbereich „Rüstungskontrollrecht“ ergänzt.

Künstliche Intelligenz, Halbleiter und Chipkriege: Die Geopolitik von KI im Militär und in der internationalen Sicherheit

CNTR Monitor 2025 - Fokus: Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz und Halbleiter entwickeln sich durch den Aufbau autonomer Systeme oder Datenverarbeitungs- und Entscheidungshilfetools zu entscheidenden Säulen moderner militärischer Macht und Verteidigungsfähigkeit. Die Effektivität der KI hängt jedoch vom Zugang zu spezialisierten Halbleitern ab, die in einer global fragmentierten und geopolitisch sensiblen Lieferkette hergestellt werden. Zwar treiben Chips auf dem neusten Stand der Technik den KI-Fortschritt voran, doch Halbleiter ausgereifter Fertigungsstufen bleiben aufgrund ihrer Robustheit und Langlebigkeit für Verteidigungsanwendungen unerlässlich. Während sich die Rivalität zwischen den USA und China durch Sanktionen, Infrastrukturinvestitionen und Exportkontrollen verschärft, sieht sich Europa aufgrund der begrenzten heimischen KI-Chip-Produktion mit einer strategischen Abhängigkeit konfrontiert. Um den Verlust von Einfluss in einer sich schnell entwickelnden KI-getriebenen globalen Sicherheitslandschaft zu verhindern, sollten die europäischen Entscheidungsträger*innen die Souveränität der Halbleiterindustrie stärken, kritische Vermögenswerte schützen und KI als kritische Infrastruktur anerkennen.

Bibliographische Angaben

Reinhold, T. (2025). Einführung: Wie die Materialisierung von KI globale Sicherheitsrisiken und Governance verändert. In: Göttsche, M.; Reis, K. & Daase, C. (Hrsg.). Neue Realitäten in der globalen Sicherheit durch KI. CNTR Monitor – Technologie und Rüstungskontrolle 2025. PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung

Autor

Dr. Thomas Reinhold

Open Access Publikation

Online lesen (barrierefrei)

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Bibliographische Angaben

Reinhold, T. (2025). Einführung: Wie die Materialisierung von KI globale Sicherheitsrisiken und Governance verändert. In: Göttsche, M.; Reis, K. & Daase, C. (Hrsg.). Neue Realitäten in der globalen Sicherheit durch KI. CNTR Monitor – Technologie und Rüstungskontrolle 2025. PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung

Autor

Dr. Thomas Reinhold

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